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Flora London Marathon - Laufbericht London 2008


Laufbericht geschrieben von Volker Jaunich

London-Sightseeing« vergrößern Mit 50 Jahren bin ich den New York Marathon gelaufen. Jetzt mit 60 Jahren sollte ein weiterer großer Traum wahr werden. Die Teilnahme am London Marathon. Am 13. April 2008 war es dann endlich so weit. Meine Frau und ich reisten am Freitag nach London. Gleich ging es vom zentral gelegenen Hotel weiter um die ersten Eindrücke dieser Weltstadt zu bekommen. Nachmittags holten wir dann mit weiteren „Marathonis“ die Startunterlagen ab. In den Messehallen war alles perfekt organisiert. Das hilfsbereite Personal erklärte uns alle wichtigen Details und wünschte uns „good luck“! für das bevorstehende Rennen.



London-very-british« vergrößern Am Sonnabend war dann „sightseeing“ angesagt. Während einer dreistündigen Stadtrundfahrt haben wir alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Londons kennen gelernt. Abends wurden uns dann noch bei einem Willkommenstreffen wichtige Tipps und Informationen für den bevorstehenden Lauf am nächsten Tag gegeben. Sonntag ging es dann endlich los. Wir fuhren sehr früh mit einem Bus vom Hotel zum Start. Die entscheidende Frage war noch, was ziehe ich an. Es waren nur ca. 6° C an diesem frühen morgen in London. Ein Jahr zuvor waren es mittags jedoch um die 30°C. Ich entschied mich für lange Laufkleidung. Als dann zum Start die Sonne schien war ich skeptisch, ob das die richtige Entscheidung war.

London-Lauf-Volker« vergrößernIm „Greenwich Park“ gab es 3 Startbereiche und zwar rot, blau und grün. Diese sind in verschiedene Zonen unterteilt. Die einzelnen Teilnehmer ordnen sich entsprechend ihrer angegebenen bzw. vorher erzielten Laufzeiten ein. Um die schnelleren Läufer nicht zu behindern, starten die langsameren Läufer weiter hinten. Schon auf den ersten Meilen war die Stimmung auf der Strecke unbeschreiblich. Die Begeisterung der Zuschauer, zahlreiche Bands und Jazzkapellen und die laute Rockmusik aus Lautsprechern blieben den Läufern bis ins Ziel erhalten. Bald fing es jedoch in Strömen an zu regnen. Das Wasser stand in den Laufschuhen und der Wind war unangenehm. Jetzt war ich dankbar für die getroffene Kleiderwahl. Die Laufstrecke war bis zum Halbmarathon nicht besonders attraktiv an Sehenswürdigkeiten. Zwischen Meile 11 und 12 kam der erste Lichtblick. Meine Frau stand trotz des starken Regens an der Strecke und feuerte mich an. So überstand ich dann ganz gut das schlechte Wetter zu diesem Zeitpunkt. Kurz vor dem Halbmarathon erreichte ich die Tower Bridge. Das erste echte Highlight der Strecke. Auf gut einer Meile kommen einem jetzt die Läufer entgegen, die wohl knapp unter 3 Stunden das Ziel erreichen werden.

London Charity und Kostüme« vergrößernNachdem im Slalom die Hochhäuser des Bankenviertels umrundet wurden, ging es wieder in Richtung Tower Bridge. Bei ungefähr Meile 21 sah ich jetzt auf der gegenüberliegenden Seite die endlose Schlange der Läufer des hinteren Feldes, teilweise gehend. Ich war froh, dass ich schon auf dieser Seite der Straße war, aber nicht umsonst ist Zielschluss in London erst nach 10 Stunden. Beeindruckend fand ich die vielen Läufer, die in phantasievollen Verkleidungen den Charity-Lauf bestritten, um für die verschiedensten Organisationen Geld zu sammeln. Nur so kommen viele Einheimische zu einer Startberechtigung für den London Marathon. Soweit ich weiss, ist das einmalig. Bei Meile 23 ging es dann an der Themse entlang Richtung Parlament. Als ich das London Eye ( Riesenrad ) sah, wusste ich, bald bin ich im Ziel. Dann an Big Ben vorbei Richtung St. James Park und dem Buckingham Palace. Kurz vor dem Ziel auf der Mall erwischte uns noch ein Graupelschauer.

glückliche Gesichter nach dem Zieleinlauf« vergrößern Wie nach jedem Marathon war ich glücklich und zufrieden, dass ich den Lauf gut überstanden habe. Die Zeit von 4 Stunden, die ich mir vorgenommen habe, konnte ich nicht ganz erreichen (4:07:24). Dennoch bleibt der London Marathon als ganz großes Ereignis für immer in meiner Erinnerung. Meine Frau und ich haben den Londonaufenthalt noch um einige Tage verlängert. So haben wir diese interessante, multi kulturelle Stadt und das very britische Leben noch besser kennen gelernt. Das kann ich allen Läufern, die irgendwann den London Marathon laufen wollen nur empfehlen. Es lohnt sich! Volker Jaunich

Weiterführende Links:
»London Beschreibung, Strecke, Startnummer
»Flora London Marathonreise 2009
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