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Wien Marathon Laufbericht 2008 - Vienna City
Laufbericht geschrieben von Alexander Steinberger

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Der 25. Vienna City Marathon war ein wunderschönes Erlebnis.
Meine Frau und ich reisten am Freitag nach Weidling. Ca.10 km von Wien entfernt.
Wir hatten dort ein gemütliches Appartement und ich konnte vom Marathontrubel die Tage vorher etwas Abstand gewinnen. Freitag und Samstag wurde die Stadt besichtigt, eingekauft, usw.
Am Samstag holen wir meine Startunterlagen und an einem weiteren Stand meine Wien Marathon Verpflegung, die Obst, Magnesium, Heftpflaster, Müsli, Mineralwasser, Energieriegel beinhaltet. Hier auf der Messe trifft man aber nicht nur Marathonis. Der neue Teilnehmerrekord von ca. 30.000 Anmeldungen wurde nur deshalb erreicht, weil nicht nur der Vienna City Marathon ausgetragen wird, sondern auch der Anker Halbmarathon, der tele.ring Staffelmarathon, der Coca-Cola Junior Marathon, der Coca-Cola-Kids Challenge und der Krone Bambini-Lauf. Samstag nachmittag war im historischen Festsaal des Wiener Rathauses die traditionelle Kaiserschmarrn-Party. Jede halbe Stunde fährt ein Shuttlebus von der Messe zum Rathaus. Da Kaiserschmarrn mein Lieblingsessen ist, musste ich da hin. Auch die Begleitpersonen konnten gegen 7 Euro daran teilnehmen. Die Party war in einem wunderschönen Ballsaal. Man dachte fast man sei auf dem Wiener Opernball. Kaiserschmarrn konnte man essen so viel man wollte. Es gab noch gratis Kaffee und Wasser dazu.
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Am Sonntag fuhren wir sehr früh zum Start. Mit der U-Bahn war dieser auf der Reichsbrücke leicht zu erreichen. Da ich im ersten Starterfeld war, konnte ich von der Brücke aus die vielen tausend Läufer überblicken. Da bekam ich das erste mal richtig Gänsehaut. Unbeschreiblich! Man läuft am Wiener Prater mit dem weltberühmten Riesenrad vorbei durch den Park. Weiter führt die Strecke am ungefähr 4 km langen Donaukanal entlang. Schön anzusehen ist auch die im Jugendstil gehaltene österreichische Postsparkasse. Ich laufe am Stadtpark vorbei und komme zur Staatsoper, wo ich links in die Operngasse einbiege und gleich darauf am Naschmarkt vorbei laufe. Der weitere Weg führt mich bis zum Schloss Schönbrunn bei Kilometer 16. Ich laufe in der Mariahilfer-Straße mit ihren Geschäften entlang. Beim Kunsthistorischen Museum wird der Läuferstrom in Halbmarathonis und Marathonis getrennt. Ich sehe die Hofburg und biege in den Burgring ein. Hier haben die Halbmarathon-Läufer ihr Ziel fast erreicht und dürfen zum Heldenplatz abbiegen. Weiter geht es für die Marathon-Läufer vorbei am Naturhistorischem Museum, dem Parlament, dem Burgtheater und vorbei am Rathaus bis zum Schottentor. Im Hintergrund sehe ich die Votivkirche. Bei ungefähr mittlerweile 20 Grad überquere ich auf der Friedensbrücke wieder den Donaukanal. Ab ungefähr Kilometer 27 gibt es Läufer-Gegenverkehr. Endlich angekommen beim Ernst-Happel-Stadion, dem mit ca. 50.000 Plätzen größten Fußballstadion Österreichs. Hier wird am 29. Juni 2008 das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft stattfinden. Ganz amüsant war bei dem Kilometerschild 37 das Schild „Achtung Radarkontrolle“. Klassische Musik am Stadtpark erleichtert die letzten Kilometer. Die Zuschauermenge nimmt beständig zu, je dichter die Entfernung zum Ziel ist.
« vergrößernDie ersten 21 km fühlte ich mich sehr gut. Ich hatte eine 1:23 Std Zeit und dachte mir, dass evtl. sogar eine 2:53 Std Zeit möglich wäre. Ungefähr 400.000 Zuschauer entlang der Strecke sorgten für eine phantastische Stimmung. Sogar in den etwas abgelegenen Stadtteilen waren genug unterstützende Zuschauer am Streckenrand. Meine Vorstellung von einer 2:53 Std Zeit waren jedoch bei KM 30 fast schon verschwunden, da ich mit meinen schweren Beinen zu kämpfen hatte. Da merkte ich, dass mir vorher einfach ein oder zwei längere 30 km Läufe fehlten. Unter 3 Std zu bleiben war dann mein Ziel. Doch als es zum Schluß Richtung Heldenplatz auch noch bergauf ging, war dies nicht mehr möglich.
Trotzdem war der Zieleinlauf mein schönster. Tausende von Leuten am Straßenrand und die letzten 30 Meter war vor und hinter mir kein Mensch mehr. Das Lied "Simply the Best" von Tina Turner war dann um so schöner, als ich dann die letzten 30 Meter vor mir hatte. Meine Frau hat mich in Höhe KM 10 und KM 21 aufgebaut. Das hat mir sehr geholfen. Irgendwie war dieser Lauf auch eine Sightseeing-Tour in kurzen Hosen.
Weiterführende Links:
»Wien Marathon Beschreibung
»Wien Marathon und Halbmarathon-Reise
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